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Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette
Ohne Kunststoffe kein Fortschritt! Unzählige bahnbrechende Innovationen lassen an dieser Aussage keinen Zweifel aufkommen. Dies gilt für den Satz «Ohne Kunststoffe keine Nachhaltigkeit» in der öffentlichen Wahrnehmung bislang nicht. Dabei sind auch hier die Beispiele genauso vielfältig, wie die Werkstoffe selbst es sind. Als Distributeur bildet Biesterfeld Plastic die Brücke zwischen Kunststoffproduzenten und verarbeitender Industrie. In enger Zusammenarbeit mit seinen Partnern analysiert und berät das Unternehmen seine Kunden zu nachhaltigeren Lösungen in der Kunststoffindustrie.
Als wichtigster Megatrend unserer Zeit löst das Thema Nachhaltigkeit Veränderungen in jeder Industrie aus, auch in der Kunststoffindustrie. Woran aber denkt die Gesellschaft, wenn sie über Nachhaltigkeit und Kunststoffe spricht? Fast ausschliesslich an das Recycling, oder?
Natürlich hat dies seine Berechtigung. Recycling ist einer der wesentlichen Bausteine innerhalb der laufenden Transformation zu einer nachhaltigeren Industrie, die den Aufbau einer ganzheitlichen Kreislaufwirtschaft anstrebt.
Nachhaltigkeit geht jedoch weit über das Recycling hinaus. Hinter dem Begriff verbergen sich mannigfaltige weitere Ansätze, die inzwischen die gesamte Wertschöpfungskette abdecken, beginnend bei der Herstellung der Werkstoffe. Die Kunststoffproduzenten und -verarbeiter setzen bereits jetzt in vielen Fällen auf erneuerbare Energien wie Solar-, Wind- oder Wasserkraft, um ihren CO2-Fussabdruck so gering wie möglich zu halten.
Ein in der öffentlichen Diskussion ebenfalls präsenter Themenblock ist das Ausgangsmaterial der Werkstoffe. Die Liste der Materialien, die bei der Herstellung von erneuerbarem Kohlenstoff über Biomasse bis hin zu Recycling-Werkstoffen zum Einsatz kommen, wächst kontinuierlich. Ein weiterer wesentlicher Aspekt für die Industrie ist die bereits angesprochene Rückführbarkeit möglichst vieler Werkstoffe in den Produktionskreislauf.
Distributeure sind Sparringspartner – auch im Bereich Nachhaltigkeit
Distributeuren wie Biesterfeld Plastic ist die grosse Spannbreite an unterschiedlichen Lösungen auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit bewusst. Aufgrund ihrer Schnittstellenposition zwischen Produzenten, weiteren Entscheidungsträgern und verarbeitender Industrie begleiten sie den gesamten Wertschöpfungsprozess. In ihrem Portfolio verfügen sie über vielfältige Materialien für unterschiedlichste Anwendungen und sind so der ideale Partner für immer effizientere und nachhaltigere Produktentwicklungen.
Die Entwicklung neuer Anwendungen ist komplex und mit vielen Anforderungen verbunden: Dazu zählen Markt- und Bedarfsanalyse, Materialanforderung, Zulassungsprozess, gesetzliche Richtlinien und vieles mehr. Ganz andere und neue Herausforderungen kommen jedoch dazu, wenn es um Nachhaltigkeit geht: EU-Richtlinien, Plastiksteuer, Umweltzertifikate, Umweltproduktdeklaration, Bio- oder Recyclinganteil, Rezyklier- oder Bioabbaubarkeit, Lebenszyklusanalyse und weitere Aspekte sind hier zu nennen. Als erfahrener Partner hilft Biesterfeld seinen Kunden, die für sie und ihre Anwendung wesentlichen Themen und Prozessschritte zu berücksichtigen.
An welchen Stellschrauben drehen?
Biesterfeld hat sich zum Ziel gesetzt, seine Anwendungsexpertise zu nutzen, um seinen Kunden nachhaltige Lösungen in Hinsicht auf Rohstoffauswahl, Produktdesign, Verarbeitung und Kreislauftauglichkeit zu empfehlen. So werden der verarbeitenden Industrie immer nachhaltigere Anwendungen ermöglicht. Aufgrund der Fülle an Optionen ist die Umsetzung möglich und oft einfacher als zunächst angenommen.
Für den Bereich Klima & Energie gilt etwa, dass jede Anwendung innerhalb eines Lebenszyklus mit einer definierten Menge CO2-Äquivalente in Verbindung gebracht werden kann. Dieser Wert reflektiert wiederum die aufgebrachte Energie pro Kilogramm Material entlang der Wertschöpfungskette. Minimieren lässt sich dieser Einfluss nicht nur durch moderne und effizientere Anlagen, sondern insbesondere durch den Einsatz von erneuerbarer Energie.
Ebenso evaluiert werden sollte die Zirkularität, welche die eingeschlossene physikalische Masse innerhalb einer Kreislaufwirtschaft beschreibt. Je nach Anwendungsanforderungen können und sollten Materialien entweder aus einem Recycling- oder einem Bio-Kreislauf genutzt werden. Zusätzlich muss auch beim Einsatz klassischer Materialien darauf geachtet werden, dass die Anwendung nach dem Prinzip «design to recycle» als Wertstoff in den Kreislauf zurückgeführt werden kann.

Gemeinsam die nachhaltige Transformation voranbringen
Bei Betrachtungen und Analysen wie den oben genannten stellt Biesterfeld Plastic als Distributeur seinen Kunden seine technische Expertise zur Verfügung und berät sie auf dem Weg der nachhaltigen Produktentwicklung. Als Teil seiner Dienstleistungen begleitet das Unternehmen mit der «Technical Service Vision» die Entwicklung neuer und die Optimierung bereits bestehender Anwendungen. Dabei evaluiert der Distributeur gemeinsam mit dem Kunden Kosten und Nutzen und spricht unabhängige Empfehlungen aus. Der Aspekt Nachhaltigkeit war dabei schon immer ein integraler Teil des Unternehmens. Von der Werkzeugentwicklung über die Prozessoptimierung bis hin zur Materialauswahl steht er im Mittelpunkt – sowohl unter ökonomischen als auch unter ökologischen Gesichtspunkten.
Biesterfeld Plastic Suisse AG
Oristalstrasse 19
4410 Liestal
| Telefon | 061 201 31 50 |
https://www.biesterfeld.com
MasterMover erweitert sein Angebot an Edelstahl-Elektroschleppern um SM200+SS
MasterMover, der weltweit führende Anbieter von Elektroschleppern, hat sein neues Modell SM200+SS auf den Markt gebracht, das für die sichere und kontrollierte Bewegung schwerer und rollbarer Lasten in Reinräumen und lebensmittelsicheren Umgebungen konzipiert ist.

Der SM200+SS bietet eine Lastkapazität von bis zu 2000 kg und verfügt über ein hydraulisches Kupplungssystem zur sicheren Verbindung mit der zu bewegenden Last. Der SM200+ ist aus Edelstahl 316 gefertigt und verfügt standardmässig über die Schutzart IP44. Er eignet sich ideal für den Transport von Geräten, Produkten und Materialien in kontrollierter Umgebung.
Das MasterMover Sortiment aus Edelstahl bietet Herstellern von Biopharmazeutika und Lebensmitteln eine unübertroffene Auswahl an effektiven Materialtransportgeräten, wobei Maschinen bis zu einer maximalen Lastkapazität von 70 000 kg erhältlich sind. Elektroschlepper werden häufig zum Bewegen von Geräten wie Chromatographiesäulen, Behältern und Mischern eingesetzt, wobei sie von einem einzigen Bediener gesteuert werden und mühelos in Bewegung gesetzt, gestoppt und manövriert werden können.
Der SM200+SS wurde unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit entwickelt und verfügt über einen Einklemmschutz-Taster, einstellbare Geschwindigkeitsstufen, akustische Warnung und intuitive Bedienelemente. Der 18-Grad-Lenkungswinkel und die kompakte Bauweise machen den SM200+SS zur idealen Lösung für präzise Bewegungen auf engem Raum, wobei das hydraulische Kupplungssystem maximale Ladungssicherheit bietet.

MasterMover
«Mit dem SM200+SS kann ein einziger Bediener mühelos bis zu 2000 kg bewegen, so dass eine manuelle Handhabung nicht mehr erforderlich ist. Durch sein kompaktes Design und die Edelstahlkonstruktion ist er ideal für die Arbeit in sensiblen Umgebungen wie der pharmazeutischen Produktion und der Lebensmittelverarbeitung geeignet. Durch die Erweiterung unseres Edelstahlsortiments um den SM200+SS können unsere Kunden von einer weiteren erstklassigen Materialtransportlösung profitieren.»
Die MasterMover Edelstahl-Baureihe wird weltweit von Herstellern in der biopharmazeutischen und der Lebensmittelindustrie eingesetzt. Sie ermöglichen die sichere, kontrollierte und einfache Bewegung von Lasten auf Rollen, wodurch die manuelle Handhabung entfällt und die betriebliche Effizienz gesteigert wird.
Über MasterMover
MasterMover ist ein weltweit führender Hersteller von Elektroschleppern, die die betriebliche Effizienz und Sicherheit beim Transport von Lasten auf Rollen und Semirollen verbessern. Das Unternehmen konzentriert sich auf Innovation, Forschung und Entwicklung, um die breiteste Palette an Elektroschleppern auf dem Markt anbieten zu können. Zur Auswahl stehen mitgängergeführte, ferngesteuerte und voll automatisierte fahrerlose Transportsysteme (FTS) sowie die MultiLink-Technologie, die die Leistung mehrerer Maschinen in einer einzigen Lösung vereint.


MasterMover operiert weltweit durch direkte Beziehungen und ein Netz von Vertriebs- und Servicepartnern. Das Unternehmen arbeitet mit einer Vielzahl weltweit führender Unternehmen aus den Bereichen Fertigung, Luft- und Raumfahrt, Energie, Pharmazeutik, Einzelhandel, Logistik, Abfall- und Gebäudemanagement sowie Gesundheitswesen zusammen. MasterMover verfügt über eigene Konstruktionserfahrung und kann auf eine lange Erfolgsbilanz bei der Durchführung von massgeschneiderten Projekten für eine Reihe von Kunden verweisen.
Über die HKS Fördertechnik AG
Die Welt von HKS sind die Stapler. Seit bald 40 Jahren ist das Unternehmen als Rundum-Dienstleistungspartner für Flurförderfahrzeuge, Sonderbauten und Spezialstapler der Ansprechpartner für Firmen aller Branchen und Grössen. Rund 70 Mitarbeitende in der ganzen Schweiz setzen sich tagtäglich für die Kunden ein. Dank Expertise, weitreichender Erfahrung sowie der Verlässlichkeit der langjährigen Lieferanten ist erstklassige Qualität von Produkten und Dienstleistungen jederzeit garantiert.
HKS Fördertechnik AG
Alti Ruedelfingerstrass 18
8460 Marthalen
Telefon 052 305 47 47
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Effiziente Füllstandmessung für wertvolle Konzentrate
Präzise und «intelligente» Differenzdruckmessung mit PASCAL CV und PROFIBUS PA
Sie werden bewacht wie ein Goldschatz oder im Safe einer verschwiegenen Bank aufbewahrt, in jedem Fall ist ihre Zusammensetzung das bestgehütete Geheimnis im Unternehmen: Die geheimen Mixturen, die das Ausgangsmaterial für so manche erfolgreich verkaufte Flüssigkeit bilden. Ob nun die Ingredienzien für den besonderen Geschmack von «Lifestyle-Getränken» im Lebensmittelbereich oder die Basismixtur für Produkte im Pharmabereich – diese hochwertigen Konzentrate bilden die wertvolle «Versicherung» für den wirtschaftlichen Erfolg vieler Unternehmen. Kein Wunder, dass diese auf eine besonders genaue Füllstandmessung Wert legen, wenn die kostbaren Basisflüssigkeiten aus ihren Tanks für die Herstellung der Endprodukte abgezapft werden. LABOMs «intelligenter» PASCAL CV Druckmessumformer mit PROFIBUS PA überwacht die Konzentratvolumen präzise und effizient.

Die geheim gehaltenen Mixturen von Flüssigkeitskonzentraten bilden das Rückgrat für den wirtschaftlichen Erfolg so mancher gut verkauften Flüssigkeit im Lebensmittel- und Pharmabereich. LABOMs Druckmessumformer tragen dazu bei, die wertvollen Konzentratvolumen möglichst präzise und effizient zu bemessen.
Aufgabenstellung
In einem Unternehmen der Getränkeindustrie sollte ein Teil der wertvollen Flüssigkeit zu Produktionszwecken aus einem Tank abgeleitet und in einen anderen Behälter eingespeist werden. Dafür wird im Ausgangsbehälter über der Flüssigkeitssäule mit 450 mbar Füllstanddruck ein Behälterüberdruck von 2500 mbar erzeugt. Mit diesem Behälterüberdruck wird das Medium von einem Behälter zum nächsten überführt. Dies funktioniert auch ohne Pumpeneinsatz über längere Wege oder Höhenunterschiede. Je genauer der Differenzdruckmesser am Behälter arbeitet, umso präziser kann auch bestimmt werden, wie viel Flüssigkeit abgezogen wird bzw. wie viel Flüssigkeitsrest noch im Tank vorhanden ist. Die Genauigkeit der Messung wird jedoch durch verschiedene Faktoren beeinträchtigt:

Beim Einsatz von z. B. zwei Messumformern (für den Überdruck oben und den Füllstand unten) können sich unter Umständen deren jeweiligen Fehler- und Fertigungstoleranzen addieren. Temperaturfehler können entstehen, wenn sich durch veränderte Umgebungstemperaturen die Übertragungsflüssigkeit im Messumformer ausdehnt oder zusammenzieht und so die Messgenauigkeit beeinflusst.
Lösung
LABOMs Differenzdruckmessung über PASCAL CV mit zwei Druckmessumformern und PROFIBUS PA Ausgangssignal kompensiert die möglichen Fehlerquellen und zeichnet sich durch einfache Handhabung aus.

Digitaler Druckmessumformer PASCAL CV mit Varivent Druckmittler DL8080 und PROFIBUS PA Ausgangssignal.
Kundennutzen
LABOMs Druckmessumformer PASCAL CV hat ein sehr kompaktes Gehäuse mit sehr geringem Volumen. Das geringe Gehäusevolumen in Verbindung mit den volumenreduzierten Druckmittlern bewirkt, dass die Temperaturdrift bei sich ändernden Prozess- und Umgebungstemperaturen so gering wie möglich gehalten wird. Nach dem Sterilisationsprozess kühlen LABOMs Geräte sehr schnell wieder ab. Somit liefern sie schneller als die meisten Wettbewerber wieder genaue Messwerte. Die durch Temperaturschwankungen auftretenden Temperaturfehler werden durch die angeschlossene Elektronik herausgerechnet und somit kompensiert. LABOMs Druckmessumformer weisen daher sehr gute Temperatureigenschaften auf, und es werden unter allen Prozessbedingungen sehr schnell wieder präzise Messwerte ermittelt.
Die Beibehaltung von zwei Druckmessumformern ermöglicht die Einzelauswertung des Behälterkopfdruckes. Die Messgenauigkeit der Füllhöhe beträgt beim unten dargestellten Beispiel bei LABOM < 1 mbar, damit ist ein Flüssigkeitsvolumen auf < 0,2 % genau bestimmbar. Mit dem hochgenauen PROFIBUS PA sendet LABOMs Differenzdruckmesssystem digitale Signale an die Steuerungseinheit mit nahezu unendlicher Auflösung. Dadurch ist eine sehr genaue Differenzierung der Volumina in kleinen Inhaltsspannen möglich.
Auch kleinere verbliebene Flüssigkeitsreste in den Behältern können so vom Messsystem präzise erfasst werden. Ein weiterer Vorteil ist die effizientere Verkabelung und Programmierung. Bei Lösungen ohne PROFIBUS müsste jeder Druckmessumformer mit einem Steuerungsschrank einzeln verkabelt und jeder Messumformer vor Ort einzeln programmiert werden. Der PROFIBUS ist dagegen die «intelligentere» Lösung: Er wird an ein Bussystem angeschlossen und zentral über einen PC programmiert. Damit fällt nur noch ein Drittel der Verkabelung an. LABOMs Lösung für die Füllstandmessung zeichnet sich auch deshalb durch eine einfache Montage und Wartung aus.
Gerätebeschreibung
Differenzdruckmesssystem, bestehend aus digitalem Druckmessumformer PASCAL CV mit Varivent Druckmittler DL8080 und PROFIBUS PA
– Digitaler Druckmessumformer PASCAL CV3110
Ausgangssignal: PROFIBUS PA
– PROFIBUS PA, Profil 3.0
Parametrierung: SIMATIC PDM
– Prozessanschluss:
Varivent-Membran-Druckmittler DL8080
Grösse D = 68
Hygiene-Ausführung
Systemfüllung: Lebensmittelöl FD1, gemäss FDA
Grundkörper und Membranmaterial: 1.4435
– Genauigkeit:
Linearitätsabweichung < 0,1 %
Hysterese < 0,05 %
Wiederholbarkeit < 0,05 %
Zimmerli Messtechnik AG
Schlossgasse 10
4125 Riehen
| Telefon | 061 645 98 00 |
https://www.zimmerliag.com
Mission Mischen
Flexible Füllstandmessung am Fruchtjoghurt-Mischtank
Gerade bei kleineren Mengen stellt sich oft die Frage, ob es sich lohnt, sie vollautomatisch dem weiteren Verarbeitungsprozess zuzuführen. Der französische Molkereibetrieb Savoie Yaourt beantwortet diese Frage eindeutig mit «Ja». Das Unternehmen setzt auf Fruchtjoghurts, die mit der Füllstandmessung durch VEGA-Radarsensoren nach höchsten Hygiene- und Automatisierungsstandards gemischt werden. Das schmackhafte Ergebnis: effizient abgefüllt, frei von Zusatzstoffen, regional und nachhaltig.

Der VEGAPULS-Radarsensor mit vollmetallischem Gehäuse für hygienische Anwendungen sorgt für zuverlässige Füllstandmessung.
Seit wann gibt es Joghurt?
Beim Begriff Joghurt weiss jeder sofort, was gemeint ist. Und doch ist kein Joghurt wie der andere. Es gibt ihn in mild, säuerlich, stichfest oder cremig, naturbelassen oder mit eingerührten Früchten, Nüssen und Getreide. Neben biologisch produzierten Sorten tauchen vermehrt laktosefreie Produkte in immer neuen Geschmacksrichtungen auf. Selbst Exoten wie «Mango Colada» oder «Schoko-Erdnuss» kommen inzwischen ins Glas, in den Becher oder die Tüte. Auch weil der Markt für Molkereierzeugnisse inzwischen mit Milchersatzprodukten konkurriert, ist er gezwungen, sich ständig zu wandeln.
Joghurt gibt es seit vielen Tausend Jahren, seitdem Menschen damit begannen, Säugetiere zu halten und zu melken. Ähnlich blieb indessen das Grundprinzip der Herstellung: die Milchsäuregärung oder auch Fermentation. Dagegen findet die Produktion heute unter hygienisch streng kontrollierten Bedingungen statt und ist weitestgehend hochautomatisiert.
Qualität entscheidet
Um seine Marke erfolgreich weiterzuentwickeln, setzt der Fruchtjoghurt-Hersteller Savoie Yaourt im französischen Thermal-Badeort Aix-les-Bains «an der Riviera der Alpen» auf langfristiges Denken. Anstelle von kurzfristigen Trends, wie etwa immer neuen Sorten, sind dem Betrieb mit seinen derzeit 39 Mitarbeitenden Regionalität, Nachhaltigkeit und Qualität besonders wichtig. Die verwendete Bio- und Ziegenmilch stammt ausschliesslich aus Frankreich, die Kuhmilch für sämtliche Fruchtjoghurt-Varianten sogar zu 100 % aus der unmittelbaren savoyardischen Umgebung. Seine Rezepturen weist der Hersteller als frei von Zusatz-, Konservierungs- oder Farbstoffen aus.
Entsprechend überschaubar ist das Portfolio: Den beliebten Fruchtjoghurt «Plaisir des Alpes» etwa gibt es in vier Geschmacksrichtungen: Rote Früchte, Gelbe Obstsorten, daneben – saisonal-typisch – Sommer- oder Winterfrüchte. Mit seinen Varianten bleibt der Hersteller bodenständig. Allein Bioprodukte und recycelbare Verpackungen demonstrieren die Innovations- und Wandlungsfähigkeit nach aussen. Nach innen zeigt sich die Innovationskraft beim mehrstufigen Herstellungsprozess, der durch einen hohen Grad an Automatisierung geprägt ist. Diese hilft, die konstant hohe Qualität und die strengen Hygienevorschriften einzuhalten. Das gesamte Herstellungsverfahren ist zertifiziert nach IFS Food.
Die Etappen auf dem Weg zum Joghurt
Jeder leckere Fruchtjoghurt beginnt mit der Milch. Savoie Yaourt bezieht diese grösstenteils aus der Region und sammelt sie jeden zweiten Tag an Höfen im Umkreis von maximal 50 km ein. Zwischen der Milchübernahme und der Kühllagerung des fertig abgefüllten Joghurts durchläuft das Naturprodukt drei Verarbeitungsstufen: Joghurtbereitung, Abfüllung und Lagerung. In jeder sind strenge Kontrollen und moderne Technik elementar.
Die daraus gewonnene Produktpalette umfasst im Kern nur drei verschiedene Erzeugnisse: den Fruchtjoghurt «Plaisir des Alpes», Biojoghurt und Ziegenmilchjoghurt. Jedes ist jedoch in unterschiedlicher Konfektionierung erhältlich. Sei es portionsweise verpackt oder im Grossbecher, in recycelbarem Kunststoff, im Karton oder Glas. Die Grössen variieren von 120 ml im Glas bis hin zu 500 ml im Becher. Letzteren vermarktet der Hersteller als «Joghurt zum Teilen».
Je nach gewünschtem Endprodukt ist der Fettgehalt der Verarbeitungsmilch vorgegeben. Pasteurisierte, auf 8 °C gekühlte Verarbeitungsmilch fliesst zunächst in einen Mischtank. Hier wird sie nach einem Rührvorgang auf 58 °C temperiert, dann für wenige Minuten auf 95 °C hocherhitzt, bevor sie auf ihre Säuerungstemperatur von 35 °C herabkühlt. Jetzt kommen die Bakterienkulturen zum Einsatz. Sie wandeln den natürlichen Milchzucker in Milchsäure um und senken dadurch den pH-Wert in den sauren Bereich. Dies bewirkt eine strukturelle Veränderung des Milcheiweisses und die Masse wird fester: joghurtartig.

Füllstandsensoren müssen auch mit unterschiedlichen Konsistenzen in der Joghurtherstellung zurechtkommen.
Exakter Füllstand an der Fruchtmischanlage
Wenn die Joghurtmasse in die Fruchtmischanlage gepumpt wird, hat sie bereits mehrere Stunden «Säuerungszeit» hinter sich. Wie schon der Fermentationsprozess, so findet auch die Fruchtbeimischung unter aseptischen Bedingungen statt. Die kritischen Prozessparameter sind dabei das Hygienedesign aller Anlagenkomponenten, die Homogenität, die durch das Rühren erreicht wird, sowie die Erfassung des Füllstands. Dieser sollte 20 % des Gesamtbehältervolumens nicht unterschreiten – und 90 % nicht überschreiten. So kann der direkt anschliessende Abfüllvorgang gleichmässig und ohne Unterbrechung laufen. Die Anforderungen an die Messtechnik sind hoch: Da im gleichen Fruchtmischtank verschiedene Sorten verarbeitet werden, muss der Sensor auf die Konsistenzen, die sich aus unterschiedlichen Rezepturen ergeben, reagieren können. Das verursachte bei Savoie Yaourt in der Vergangenheit zusätzlichen Aufwand, denn eine zuvor installierte kapazitive Messsonde zur Grenzstanderfassung sorgte an gleicher Stelle immer wieder für Messungenauigkeiten und Fehler.
Keine Frucht ist wie die andere
Der Füllstand des Fruchtmischtanks ändert sich bei der Joghurtherstellung laufend. Ebenso changiert auch die Beschaffenheit der Rührmasse im Tank in schnellen Zyklen. Jede Fruchtzubereitung weist einzigartige Eigenschaften auf, die spezielle Anforderungen an die Prozesstechnik stellen. Ohne sichere Überwachung und rechtzeitiges Nachbefüllen besteht die Gefahr, dass die im Prozess nachgelagerte Befüllung an der Packmaschine zum Stillstand kommt. Hier warten jeweils vorgefertigte Steigen darauf, die in Becher abgefüllte Menge packschemagerecht gesammelt zu verpacken und zu stapeln.
Auch eine Überfüllung könnte den Prozess zum Erliegen bringen. Die kontinuierliche Erfassung des Füllvolumens ist daher zwingend erforderlich, um Unterbrechungen oder gar eine Beschädigung der Anlage sicher zu vermeiden.

Die Messwerte des VEGAPULS-Radarsensors gewährleisten die notwendige Reproduzierbarkeit der hygienesensiblen Lebensmittelprozesse.
Perfekte Messergebnisse an der Fruchtmischanlage
Seit 2017 meldet der hygienekonforme VEGAPULS-Radarsensor jede Über- oder Unterschreitung der vorgegebenen Maximal- und Minimal-Befüllung sicher und rechtzeitig. Im Mischtank werden die zum Fruchtjoghurt gehörigen Beeren und das Obst, bisweilen auch Nüsse, eingerührt. Die präzise und mit 80 GHz hochfrequente Füllstandmessung hält den aseptischen Vorgang auf optimalem Niveau und sorgt für die Reproduzierbarkeit, auf die sich die Kunden von Savoie Yaourt verlassen.
Aufgrund der sicher überwachten Füllmenge im Mischbehälter erfolgt das Abfüllen des Fruchtjoghurts unterbrechungsfrei und volumengenau in vorgefertigte 125-g-Kunststoffbecher und kann direkt mit sterilen Deckeln aus siegelfähiger Aluminiumfolie verschlossen werden.
Kompakt und hygienekonform
Im Einsatz am kompakten Fruchtmischtank muss die Messung auch bei einer Messdistanz von weniger als 200 mm hochakkurat bleiben. Mit seinen besonders kleinen Prozessanschlüssen und geringer Blockdistanz ist der VEGAPULS für diese Art von kompaktem Behälter besonders geeignet. Auch die Montage wird durch seine kompakte Bauform vereinfacht. Im hygienisch hochsensiblen Molkereibetrieb arbeitet er mit einer Clamp-Verbindung 2’’PN16, die dem hohen hygienischen Standard nach FDA und EG 1935/2004 gerecht wird. Von Hand und ohne Werkzeug lässt sich der Sensor damit integrieren. Seine umfangreiche Funktionalität erlaubt zudem die optimale Inline-Reinigung an der integrierten CIP-Station.

Der Fruchtjoghurt-Hersteller Savoie Yaourt in Aix-les-Bains.
Fazit:
Wie alle Molkereibetriebe, muss sich auch Savoie Yaourt – seit 2009 ein Tochterunternehmen der elsässischen Genossenschaft Alsace Lait – für die Ernährungsgewohnheiten der Zukunft rüsten. Vieles ist im Umbruch: «Gemolken» werden inzwischen auch Hafer, Mandeln, Reis oder Nüsse. Zudem vertragen immer mehr Menschen Milch nicht mehr. In Frankreich sieht man sich bei Savoie Yaourt gut aufgestellt. Man setzt konsequent auf Regionalität, Frische und Nachhaltigkeit. Dass man sich trotzdem gegenüber den Big Playern am Markt behaupten kann, ist besonders zwei Umständen verdankt: Zum einen konnten immer wieder eigene Akzente in puncto Nachhaltigkeit und Authentizität gesetzt werden. Zum anderen erreicht das Unternehmen auch bei vergleichsweise kleinen Chargen einen hohen Automatisierungsgrad. Es kann sich in seinen sterilen Prozessen, auch dank hochpräziser und hygienisch optimierter Füllstandmesstechnik, auf die exakte Einhaltung der Rezepturen und die gleichbleibend hohe Produktqualität unbedingt verlassen.

VEGA Messtechnik AG
Barzloostrasse 2
8330 Pfäffikon ZH
| Telefon | 044 952 40 00 |
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